Schönheitschirurgen - was macht Schönheitschirurgen zu Schönheitschirurgen?

Generell darf sich jeder Chirurg auch Schönheitschirurg nennen, da der Begriff keinem gesetzlichen Schutz unterliegt. Das bedeutet, als Patient sollte man sich über die Qualifikation von Schönheitschirurgen informieren. Gleiches gilt, wenn Ärzte Titel wie Ästhetischer Chirurg oder aber Kosmetischer Chirurg tragen. Auch derartige Titel sind nicht durch das Gesetz geschützt. Die Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) gibt auf den Patienteninfos auf ihrer Webseite Empfehlungen, welcher Arzt für welche Schönheitsoperation kontaktiert werden sollte. Unabhängig von den Eingriffen, die in den Arbeitsbereich der Schönheitschirurgen fallen, ist ein Plastischer Chirurg durch seine Weiterbildung kompetent für den Eingriff. Auch ein Plastischer Chirurg darf sich zum Kreis der Schönheitschirurgen zählen, umgekehrt ist der Begriff Plastischer Chirurg geschützt, sodass nicht jeder Schönheitschirurg ein Plastischer Chirurg ist. Ein Plastischer Chirurg kann nicht allein als Schönheitschirurg im engeren Sinne tätig werden, ebenso kann er etwa in der Wiederherstellungs- oder Verbrennungschirurgie arbeiten.
Die Aufgaben plastischer Chirurgen
Ein angehender plastischer Chirurg erhält im Rahmen seiner Weiterbildung nicht allein die Kompetenz, Eingriffe vorzunehmen, die zur operativen Arbeit der Schönheitschirurgen gehören. Er lernt, Nasenoperationen durchzuführen, Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen. Die angehenden Schönheitschirurgen werden aber auch für Voruntersuchung und Anamnese geschult, lernen, wie potenzielle Patienten professionell beraten und informiert werden, sodass sie einen schönheitschirurgischen Eingriff vom Anfang bis zum Ende kompetent begleiten können. Auch die Nachsorge nach operativen Eingriffen im Rahmen der Plastischen Chirurgie gehört zu dem, was ein angehender Plastischer Chirurg erlernt. Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Schönheitschirurgen können sich plastische Chirurgen weiter spezialisieren, etwa auf Brust- oder Nasenkorrekturen.
Weiterbildung zum plastischen Chirurgen
Die korrekte Berufsbezeichnung, die ein Plastischer Chirurg trägt, lautet Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Um diesen Titel zu tragen, muss ein Chirurg in der Regel eine sechsjährige Weiterbildung absolvieren. Die Ausbildung teilt sich in die Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie und die eigentliche Facharztweiterbildung zum Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie. Medizinische Vorerfahrungen können zum Teil auf die Weiterbildung angerechnet werden und die Weiterbildungszeit verkürzen. Innerhalb der Weiterbildung bekommen die Teilnehmer die Kompetenzen, die sie für Tätigkeiten als Schönheitschirurgen benötigen. Voraussetzung, um Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie zu werden und nicht einfach den ungeschützten Titel des Schönheitschirurgen tragen zu können, ist ein abgeschlossenes Studium der Humanmedizin. Erst dieser Abschluss ebnet den Weg in die Weiterbildung, die ein Plastischer Chirurg benötigt. Die Voraussetzungen, die ein Humanmediziner erfüllen muss, um zur Prüfung zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie zugelassen zu werden, sind in den Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern geregelt, also Ländersache.
Plastische Chirurgie
Kleine Geschichte der Schönheitschirurgie
Klassische Schönheitsoperationen
: : Brustvergößerung
: : Fettabsaugung
: : Nasenoperation
Ausbildung zum Schönheitschirurgen
Schönheitskliniken in Deutschland
Kosten Schönheitsoperationen
Verbände für Ästhetisch-Plastische Chirurgie
Plastische Chirurgie